Die Wälder Graubündens und der Ostschweiz gehören zu den essenziellen Ressourcen unserer Region. Das Zukunftsprojekt der Wald- und Holzbranche steht für die Vision, das Holz dort zu verarbeiten, wo es wächst – und so eine starke regionale Wertschöpfungskette vom Wald bis zum innovativen Holzprodukt zu schaffen.

Dafür braucht es unternehmerisch denkende und handelnde Menschen: KMU, die ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihren Mut einbringen, und Investoren, die an das Potenzial einer zukunftsfähigen regionalen Holzindustrie glauben. Gemeinsam entsteht daraus ein Generationenprojekt, das Wirtschaft, Innovation und Verantwortung verbindet und schweizweit inspiriert.

Silva Futura – die Zukunft aus dem Wald.

Eine vollständige regionale Holz-Wertschöpfungskette für Graubünden und die Ostschweiz

Wertschöpfung beginnt im Wald – und entfaltet sich in der Region. Die Vision von Silva Futura ist eine Holz-Wertschöpfung, die ihren Ursprung ernst nimmt: Was in den Wäldern Graubündens und der Ostschweiz wächst, soll auch hier seine Wirkung entfalten. Damit entsteht ein Zukunftsbild, in dem die Region nicht nur Rohstofflieferantin ist, sondern aktiver Gestaltungsraum – für Innovation, Qualität und nachhaltige Entwicklung.

Holz – der Werkstoff der Zukunft

Holz verbindet, was oft getrennt gedacht wird: Natürlichkeit und Technologie, Tradition und Fortschritt. Silva Futura versteht Holz als modernen Werkstoff mit grossem Potenzial – im Bau, in der Energie und weit darüber hinaus. Unsere Vision richtet den Blick nach vorne: auf neue Möglichkeiten, innovative Anwendungen und eine Branche, die sich kontinuierlich weiterentwickelt.

Verantwortung für kommende Generationen

Wie die Holz- und Waldwirtschaft denkt auch Silva Futura in Generationen. Und schafft eine Grundlage, die langfristig trägt – für den Wald, für die Wirtschaft und für die Menschen in der Region. Silva Futura steht für einen bewussten Umgang mit Ressourcen und für eine Entwicklung, die ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich tragfähig und nachhaltig erfolgreich ist.

Wald- und Holzwirtschaft

Holz ist für die Schweiz eine wertvolle einheimische Ressource, die kontinuierlich nachwächst und nachhaltig genutzt wird. Fast ein Drittel der Fläche der Schweiz ist mit Wald bedeckt. Pro Jahr wachsen im Schweizer Wald etwa zehn Millionen Kubikmeter Holz nach. Davon sind etwa sieben bis acht Millionen Kubikmeter nutzbar. Doch nur rund fünf Millionen Kubikmeter werden geerntet. Neben der wirtschaftlichen Bedeutung sind Wald und Holz auch klimapolitisch von grossem Wert, denn Bäume und somit auch verbautes Holz speichern eine hohe Menge an CO2.

~33%

der Fläche der Schweiz ist mit Wald bedeckt

~5 Mio

Kubikmeter Holzernte 2024

~10 Mio.

Kubikmeter jährlicher Holzzuwachs

~35%

Ungenutztes Potenzial

Sie möchten mehr über Zahlen und Fakten zum Schweizer Wald und Holz erfahren? Ausführliche Informationen finden Sie im Jahrbuch Wald und Holz.

Waldwirtschaft in der Schweiz

Schweizer Wälder werden seit 150 Jahren nachhaltig bewirtschaftet. Im Jahre 1876 wurde das erste eidgenössische Waldgesetz (damals Forstpolizeigesetz) eingeführt, um Bergwälder nach massiven Rodungen und Naturkatastrophen zu schützen und Kahlschläge zu verbieten. Im Jahre 1991 wurde das neue Bundesgesetz über den Wald erlassen, welches auf Nachhaltigkeit und multifunktionale Nutzung fokussiert.

Nach diesen Grundsätzen werden die Schweizer Wälder auch heute noch bewirtschaftet, damit der Wald seine vielfältigen Leistungen für die gesamte Öffentlichkeit erbringen kann: Er reinigt die Luft, speichert Wasser, bietet Schutz, liefert Holz zum Bauen und Heizen und dient als Erholungsraum. Der Wald ist aber auch Arbeitgeber. Gemäss WaldSchweiz arbeiten insgesamt rund 2'900 Menschen in 650 Forstbetrieben im Wald. Hinzu kommen noch 3'500 Arbeitnehmende in Dienstleistungsunternehmen für die Forstwirtschaft.

Holzwirtschaft in der Schweiz

Die Holzwirtschaft schafft in der Schweiz rund 85'000 Arbeitsplätze. Dazu gehört die Verarbeitung von Holz, die Weiterverarbeitung und der Handel mit Holzerzeugnissen. Seit rund 20 Jahren kann die Holzwirtschaft von der anhaltend guten Bauwirtschaft und den vielen Vorzügen der nachwachsenden Ressource Holz profitieren. In Bezug auf Engineering und Holzbaukompetenz ist die Schweizer Holzwirtschaft im internationalen Vergleich führend.

Um die Schweizer Holzwirtschaft langfristig zu stärken, ist es von zentraler Bedeutung, dass das Holz, das in der Schweiz geerntet wird, auch hier verarbeitet wird und nicht ins Ausland abfliesst. 

Integrale Wald- und Holzstrategie 2050 des Bundes

Im Dezember 2025 hat der Bund die Integrale Wald- und Holzstrategie 2050 (IWHS 2050) publiziert. Diese Strategie verfolgt das Ziel, den Wald langfristig vielfältig, gesund und naturnah zu erhalten und ihn nachhaltig zu bewirtschaften, um seine Funktionen und vielfältigen Leistungen, wie die effiziente Nutzung der einheimischen Ressource Holz, sicherzustellen.

Der erste der sechs Handlungsschwerpunkte der neuen Strategie umfasst die «Zukunftsfähige Wertschöpfungskette Wald und Holz». In diesem Handlungsschwerpunkt soll mit verschiedenen Massnahmen die Schweizer Wertschöpfungskette Wald und Holz weiterentwickelt werden. Im Text heisst es weiter: «Die Kaskadennutzung und die kreislauffähige Holzverwertung sind zu etablieren. Dazu braucht es Investitionen in mehr Verarbeitungskapazitäten, die im Stande sind, eine höhere Nachfrage nach Schweizer Holz zu decken. Weiter sind eine effiziente, klimataugliche Nutzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie die Unterstützung von Forschung, Entwicklung und attraktive Arbeitsbedingungen anzustreben. Ausserdem sind die Klimaleistungen von Wald und Holz zu stärken und marktwirtschaftlich in Wert zu setzen.»

Auch Silva Futura verfolgt diese Ziele – und arbeitet mit dem Zukunftsprojekt und dem Wertschöpfungsprojekt an einer nachhaltigen, innovativen, konkurrenz- und zukunftsfähigen, geschlossenen Wertschöpfungskette Holz in der Ostschweiz und in Graubünden.

Aufbruchstimmung und Schulterschluss

Die Ostschweizer und Bündner Holzbranchen gehen voran und haben zum Ziel, den Holzabfluss ins Ausland zu stoppen. Das Sägewerk Resurses in Tinizong ist ein erster wichtiger Schritt, der beweist, dass Bündner KMU in eine durchgängige Holzkette investieren und Chancen wahrnehmen. Mit dem Projekt HolzvisionMAX hat die Ostschweizer und Bündner Holzwirtschaft mit über 260 KMU das Wahrzeichen des ESAF 2025 – den Muni Max aus Schweizer Holz – umgesetzt und auf eindrückliche Weise die Zusammenarbeit und Leistungsfähigkeit der Holzwirtschaft demonstriert. Einen weiteren Schulterschluss präsentierte die Bündner Holzwirtschaft unter der Leitung von Graubünden Holz mit der Ausarbeitung der Charta 2030. Die Basis dieser Aktivitäten ist aber der Wald, aus dem unser wertvoller Rohstoff Holz kommt. Dessen ist sich die Branche bewusst und setzt zum Beispiel mit der Stiftung Pigna Verde ein wichtiges Zeichen: Die Stiftung sensibilisiert für Umweltprobleme in den Bergregionen und fördert Lösungen, damit auch unsere nachfolgenden Generationen auf einen gesunden, stabilen und vielfältigen Wald setzen können.

Infografik Lastwagen (Titel folgt)

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Die Menschen hinter der Vision

Ein Kernteam bestehend aus fünf Personen steuert das Projekt Silva Futura, entwickelt das Projekt mit Einbezug verschiedenster Stakeholdergruppen und hält alle Fäden in der Hand.

Kernteam

Martin Antemann
Martin Antemann

Säntis Innovationscluster

Stefan Müller
Stefan Müller

Säntis Innovationscluster

Töna Rauch
Töna Rauch

Invias

Enrico Uffer
Enrico Uffer

Uffer Holz

Melanie Brunner-Müller
Melanie Brunner-Müller

CYCLOconsulting GmbH